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Galway (Irland) und Umgebung
Verse und Fotos

 

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Galway

Galway, auf Irisch Gaillimh, ist mit etwa 75.000 Einwohnern die größte Stadt im Westen Irlands. Sie liegt etwa in der Mitte der Westküste der Insel an der Galwaybucht. Zwei Universitäten sind angesiedelt, die Einwohnerschaft ist jung. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde hier überwiegend Irisch (Gaeilge) gesprochen, mit den vielen Studenten setzte sich Englisch durch. Die erste Besiedlung erfolgte durch ein Kloster, das aber bald von Wikingern zerstört wurde. Im 13. Jahrhundert wurde der Ort als normannischer Vorposten neu errichtet und erhielt 1396 das Stadtrecht. Vierzehn anglonormannische Adelsfamilien beherrschten Galway über Jahrhunderte.

Die katholische Kathedrale wurde erst 1958-65 erbaut. Die unscheinbare St. Nicholas’ Collegiate Church besteht schon erheblich länger. Sie wurde 1340 zu Ehren des Heiligen Nikolaus (Schutzpatron der Händler und Seefahrer, auch der Studenten) geweiht und dient heute der anglikanischen Kirche als Versammlungsort.

Von der Bucht von Galway den Fluss Corrib aufwärts kommen die Ausflugsschiffe schon nach 15 Kilometern zum Lough Corrib, dem zweitgrößten Binnensee Irlands. Stechginster leuchtet am Ufer. Hinter Bäumen und Efeu verbergen sich alte Gemäuer.

 

Stechginsterblüten.
Kühe grasen am Rande
der Nacht.

    Busfahrt Dublin Flughafen – Galway

 

Wolkentürme
am Meer – eine Möwe wirft sich
gegen den Wind.

    Galway, am Meer

 

Frühlingsregen.
Ein Saxofonist kauert
im Hauseingang.

    Galway

 

Quay Street am Morgen:
Zum Laster rollt ein Mann
leere Bierfässer.

    Galway, Quay Street

 

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Galway

 

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Galway: Hafen – Kathedrale – Straße – Abenddämmern

 

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Flussfahrt bei Galway: Stechginster – Burg

 

 

 

Connemara

Nördlich von Galway, noch über den Lough Corrib hinaus, kommen wir nach Connemara, eine wilde Landschaft mit Heide, Moor und Bergen. Schafe weiden. Von Menschen sieht man wenig. Im Norden des Landes liegt am See Lough Poolacappul das 1867-1871 als Landsitz erbaute Kylemore Abbey. 1920 zogen Benediktinerinnen in das Schloss. Sie unterhalten hier ein Mädchenpensionat.

 

Steinwälle,
hunderte Jahre alt,
unter ziehenden Wolken.

    Busrundfahrt Galway – Connemara

 

Klosterruine.
Wo das Dach war,
fliegen Dohlen.

    Busrundfahrt Galway – Connemara

 

Am Nonnenkloster
in den Himmel schauen:
Wolken und Blau.

    Restaurant Kylemore Abbey, Connemara

 

Glanz der Berge,
Glanz des Sees,
all dieser Glanz ...

    Busrundfahrt Galway – Connemara

 

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Connemara, Kylemore Lake

 

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Connemara-Rundfahrt: Landschaft – Ruine – Seen – Kylemore Abbey

 

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Am Kylemore Abbey: Stechginster – Kylemore Lake

 

 

 

Lohan's Pub in Salthill

Wir sitzen in Lohan's Pub in Salthill, dem Unterhaltungsviertel von Galway. Neben dem Klavier ist ein Tisch für Musiker reserviert, sie spielen um freie Getränke.

 

Irischer Pub.
Das Funkeln im Weinglas
der Geigerin.

    Galway, Salthill, in Lohan's Pub

 

Irischer Pub.
Am Musikertisch der ,Neue'
reibt seinen Bogen.

    Galway, Salthill, in Lohan's Pub

 

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Galway, Pub in Salthill

 

 

 

Inis Mór

Mit dem Bus geht es zum Hafen Rossaveal (eine Stunde Fahrtzeit), von dort mit dem Schiff zur größten der drei Aran-Inseln in der Galwaybucht: Inis Mór oder Inishmore (30 Minuten Überfahrt). Erst ins Restaurant. Dann mieten wir Fahrräder und erkunden die Insel. Steinwälle überall. Wind. Besonders beeindruckend sind die Klippen.

 

Hinter dem Steinhaus
Tulpen
im Klang des Atlantiks.

    Busfahrt Galway – Rossaveal

 

Zerfallenes Haus.
Noch immer der Klang
des Atlantiks.

    Busfahrt Galway – Rossaveal

 

Ein Boot fährt ein,
zieht Schaum
in den Inselhafen.

    Inis Mór, im Restaurant

 

Aus Glitzern –
ein weißes Boot läuft
in den Hafen ein.

    Inis Mór, im Restaurant

 

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Klippen von Inis Mór

 

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Inis Mór: Hafen – Radfahrt – Schimmel – Steinwall – Steinstrand

 

 

 

Burren – Klippen von Moher

Der Burren, übersetzt etwa ,steiniger Ort', ist eine Karstlandschaft südlich von Galway. Wir besuchen einen Elfenwall und ein Hünengrab. Und die Klippen von Moher. Sie erstrecken sich über etwa 8 Kilometer und fallen bis zu 214 Meter senkrecht ins Meer. Der Wachtturm O'Brien's Tower wurde 1835 erbaut. Ein Blick kann bis zu den Aran-Inseln gehen.

 

Auf dem Elfenwall
ein Veilchen,
zitternd im Wind.

    Busrundfahrt Galway – Cliffs of Moher, Halt an einem Feenwall (Ballyalban Fairy Fort)

 

Am Hünengrab.
Ein Gänseblümchen streckt sich
in den Wind.

    Busrundfahrt Galway – Cliffs of Moher, Halt an einem Hünengrab auf dem Burren

 

Auf den Klippen –
mit dem Schrei der Möwen
in den Himmel hinein.

    Busrundfahrt Galway – Cliffs of Moher, auf den Klippen

 

Auf den Klippen
ein Turm Touristen, umkreist
von Dohlen.

    Busrundfahrt Galway – Cliffs of Moher, auf den Klippen

 

Der Elfenwall

„Hinter dem Ringwall, in Hütten zum Schutz
vor den wilden Tieren des Urwalds, so lebten
die ersten Menschen auf Irland.

Als fremde Horden landeten,
die Wälle nahmen, die Hütten verbrannten, flohen sie
und zogen ins innere Reich sich zurück.

Sie wurden zu Elfen, zum guten Volk,
sie leben im Innern der Hügel, unsichtbar
für die neuen Bewohner.

Der Urwald ist abgeholzt.
Schafe weiden. Pflüge schneiden. Nur noch die Wälle
wissen vom Anfang.“

Die Großmutter hat ihr Buch Jahre
schon zugeschlagen. Das Mädchen sitzt träumend
im Wald, auf einem anderen Kontinent.

Ringsum setzt sie Stein neben Stein.
Und als sie den Ring geschlossen hat,
schließt sie die Augen.

 

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Burren: Hünengrab

 

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Busrundfahrt Burren: Feenwall Ballyalban Fairy Fort – Pub – Cliffs of Moher

 

 

 

Heimreise

 

Landeanflug.
Der Blick des Säuglings ruht
auf milchigem Grau.

    Flug Dublin – Frankfurt am Main

 

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Heimflug

 

 

Texte und Fotos entstanden Donnerstag 29. April bis Donnerstag 6. Mai 2010 in Irland. Alle Texte wurden bis September 2013 zum Teil erheblich überarbeitet.

 

 


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